Sie fühlen sich nach dem Essen häufig träge oder aufgebläht? Das ist kein Zufall – und Enzyme spielen dabei eine größere Rolle, als man zunächst denkt.
Was genau sind Enzyme?
Enzyme sind hochspezifische Biokatalysatoren, ohne die viele biochemische Prozesse in Ihrem Körper kaum möglich wären. Sie bestehen meist aus Proteinen und halten unzählige Stoffwechselprozesse aufrecht – etwa bei der Verdauung, der Immunabwehr, der Zellteilung, bei Regenerationsvorgängen und der Energiegewinnung in den Zellen.
Warum lässt die Enzymaktivität manchmal nach?
Enzyme brauchen optimale Bedingungen, um zuverlässig zu arbeiten: die passende Temperatur, einen bestimmten pH-Wert und ausreichend Cofaktoren wie Vitamine und Spurenelemente. Fehlen diese, kann ihre Aktivität nachlassen – das merken Sie oft zuerst bei der Verdauung.
Verdauung: Enzyme spalten Nährstoffe in Bausteine auf, die Ihr Körper aufnehmen kann.
Immunsystem: Sie unterstützen Ihre normalen körpereigenen Abwehrmechanismen.
Energiestoffwechsel: Sie ermöglichen die Bildung von ATP, dem Energieträger Ihrer Zellen.
Zellteilung und Reparatur: Sie tragen zur Stabilität des Erbguts und zu Regenerationsprozessen bei.
Bewegung unterstützt Ihren Energiestoffwechsel
Wie Bewegung Ihre Enzyme unterstützt
Ein aktiver Alltag mit ausreichend Bewegung und ausgewogener Ernährung unterstützt Ihren Energiestoffwechsel dabei, zuverlässig zu funktionieren. Regelmäßige Bewegung fördert die Durchblutung und damit die Versorgung Ihrer Zellen mit den Nährstoffen, die für eine reibungslose Enzymaktivität benötigt werden – und trägt so zu Ihrem allgemeinen Wohlbefinden bei.
Welche Enzyme sind für Ihre Verdauung besonders wichtig?
Die Verdauung ist eines der bekanntesten Beispiele für die hohe Spezifität enzymatischer Prozesse. Amylasen, Proteasen und Lipasen agieren dabei hochspezifisch:
Proteasen: Spalten Nahrungsproteine über Peptide zu Aminosäuren auf – Bausteine für Muskeln, Hormone und weitere Enzyme.
Lipasen: Spalten Triglyceride in Glycerin und Fettsäuren, damit Ihre Darmschleimhaut sie aufnehmen kann.
Amylasen: Spalten komplexe Kohlenhydrate in Zuckereinheiten zur Energiegewinnung auf.
Laktasen: Spalten Milchzucker in Glukose und Galaktose für die normale Verwertung von Milchprodukten.
Aus Ananas wird das Enzym Bromelain gewonnen
Wie können Sie Ihre Enzyme über die Ernährung unterstützen?
Enzyme werden nicht nur von Ihrem Körper selbst gebildet, sie können auch über die Ernährung aufgenommen werden. Bromelain in der Ananas spaltet Eiweiß, ähnlich wie Papain in der Papaya. Avocados sind reich an Lipasen, Mangos enthalten Amylasen. Auch fermentierte Lebensmittel wie Kimchi oder Sauerkraut liefern Ihnen wertvolle Mikroorganismen und deren Stoffwechselprodukte.
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Wenn Ernährung allein nicht ausreicht
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